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Roerich in Deutschland

Der Roerich-Pakt - Geschichte und Gegenwart

Ausstellung in Berlin, 22. bis 30. November 2013

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Am 22. November 2013 wurde im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin die Ausstellung "Roerich-Pakt. Geschichte und Gegenwart" feierlich er├Âffnet. Vorbereitet und durchgef├╝hrt wurde die Ausstellung vom Internationalen Roerich-Zentrum gemeinsam mit dem Internationalen Komitee zur Bewahrung des Roerich-Erbes. Gewidmet war die Ausstellung dem Abkommen ├╝ber den Schutz k├╝nstlerischer, wissenschaftlicher und historischer Denkm├Ąler, der Welt besser bekannt als "Roerich-Pakt". Die Exponate der Ausstellung zeigten Dokumente und Bilder ├╝ber die Entstehungsgeschichte des Friedensprojektes von Nicholas Roerich, Reproduktionen von Bildern des K├╝nstlers zum Thema Banner des Friedens, aber auch Fotodokumente waren zu sehen, die die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Notwendigkeit lenkten, das Kulturgut der Menschheit zu sch├╝tzen und zu bewahren.

Anl├Ą├člich der Er├Âffnung der Ausstellung dankte der Pr├Ąsident des Internationalen Komittees zur Bewahrung des Roerich-Erbes, A.P. Losyukov, der Deutschen Botschaft in Moskau sowie der Russischen Botschaft in Berlin f├╝r die Unterst├╝tzung bei der Organisation der Aussteelung. "Ohne Bewahrung der Kultur ist die Weiterentwicklung der Menscheit unm├Âglich. Durch Verbreitung der Kultur reduziert die Menschheit das Potenzial zur Entstehung neuer Kriege. Dort, wo Kultur ist, dort ist Frieden.
Berlin - Er├Âffnungsrede
Eine Vereinigung der Kr├Ąfte der Weltgesellschaft zum Schutz der Errungenschaften der Menschheit – das ist der Schl├╝sselgedanke dieser Ausstellung. Roerich gelang es, eine internationale Massenbewegung zum Schutz des kulturellen Erbes zu organisieren. Der unersch├╝tterliche Glaube in die Kraft der Kultur, Begeisterung und Mut lie├čen ihn Tausende von Menschen aus aller Welt f├╝r diese Bewegung begeistern. Trotzdem war die damalige internationale Situation nicht geeignet, den Roerich-Pakt in Europa zu akzeptieren, und so kam es zum unwiederbringlichen Verlust von Kultursch├Ątzen. Deutschland und viele andere L├Ąnder haben w├Ąhrend des Krieges zahllose und wertvolle Sch├Ątze verloren, schauen wir zum Beispiel auf die Museumsstadt Dresden. Die Menschheit hat teuer daf├╝r bezahlt, dass sie nicht rechtzeitig den Warnruf eines herausragenden Vertreters der Weltkultur beachtet hat. In den Jahren nach Kriegsende zog man Konsequenzen aus der geschehenen Katastrophe: im Jahre 1954 wurde nach internationalen Verhandlungen die Haager Konvention unterzeichnet. Seit dieser Zeit hat insbesondere die UNO im Rahmen ihrer T├Ątigkeit viel geleistet. Doch trotz alledem geht der Kampf um den Erhalt der Kulturobjekte immer weiter. Die Festlegungen im Roerich-Pakt haben nichts an ihrer Aktualit├Ąt verloren, breitgef├Ącherte Ma├čnahmen zum Schutz der Kultur sind nach wie vor unabdingbar. Sogar im 21. Jahrhundert werden wir Zeuge beachtlicher Verluste von Weltkulturdenkm├Ąlern in Afghanistan, Irak, Syrien, ├ägypten und vielen anderern Orten. Skrupellos werden Tausende Kulturg├╝ter vernichtet und zerst├Ârt. Auch in Friedenszeiten f├╝hren Ignoranz, Gier, Massenkultur und Gleichg├╝ltigkeit zur Vernichtung des in Jahrhunderten angesammelten gro├čartigen Erbes der Menschheit. Der weise Goethe sagte: "Nichts ist schlimmer als Tatenlosigkeit." In Vorhersehung dieser Tendenz legte Nicholas Roerich seine Idee zum Schutz von Kulturg├╝tern f├╝r die nachfolgenden Generationen vor, die auch in Friedenzeiten Anwendung gegen Vandalismus und Ignoranz finden sollte. Das Internationale Roerich-Zentrum verbreitet die Idee dieses Paktes schon seit langer Zeit. Im Jahre 2015 j├Ąhrt sich die Unterzeichnung des Roerich-Paktes zu 80-sten Mal, in Vorbereitung dieses Jubil├Ąums finden Ausstellungen in vielen L├Ąndern statt. Als wir die heutige Ausstellung vorbereiteten, haben wir besonderen Wert darauf gelegt, die deutschen Besucher f├╝r ihren Inhalt zu interessieren. Deutschland ist das Land der Dichter und Denker, es schenkte der Welt geistige Genies, deren Namen in den Weltkulturschatz eingegangen sind. Nicholas Roerich besuchte in seiner Jugend Deutschland, nahm an Ausstellungen in M├╝nchen und Berlin teil, studierte die Werke von Wagner, Goethe, Schiller, Beethoven und anderen Vertretern der deutschen Kultur."

Herr FrolovV.V. Frolov, stellvertretender Generaldirektor f├╝r wissenschaftliche Arbeit beim Nicholas Roerich-Museum lenkte die Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher der Ausstellung darauf, dass die Menschheit in einer Systemkrise sei, deren Ursache aber f├Ąlschlicherweise in der Wirtschaft gesehen werde. Die wahre Ursache l├Ąge vielmehr darin, dass die Menschheit sich von der Kultur abgewendet habe. Kultur sei eine feinste Energie, die sich in den Architekturdenkm├Ąlern, Kunstwerken usw. bef├Ąnde, so Frolov weiter. Je n├Ąher die Menschen an die Kultur herantr├Ąten, desto st├Ąrker w├╝rden sie energetisch und geistig.

 

Halina SchneiderAus Nordrhein-Westfalen reiste die Vorsitzende der Roerich-Gesellschaft in Deutschland, Halina Schneider,  an. Sie stellte fest, dass die diesj├Ąhrige Ausstellung besser sei als die vorhergehende, die ebenfalls in Berlin gezeigt wurde. Sie begl├╝ckw├╝nschte G├Ąste und Organisatoren zu dieser wichtigen Veranstaltung sagte zu, zusammen mit ihren Mitarbeitern die deutsche Gesellschaft mit den humanistischen Ideen der Roerichs bekannt zu machen.

 

 

 

Leyla StroblDie Vertreterin der ├ľsterreichischen Roerich Gesellschaft und des Komitees des Roerich-Paktes, Leyla Strobl, arbeitet bereits viele Jahre mit dem Internationalen Roerich-Zentrum eng zusammen. Die Verbreitung der humanistischen Ideen der Roerichs begannen sie und ihre Kollegen in Wien, wo sie diese Ideen auf internationalem Niveau und unter Teilnahme des Innenministeriums, der ├Âffentlichen Gesellschaft und Studentenschaften, in den R├Ąumlichkeiten der UNO pr├Ąsentierte. "Wir hoffen, diese Erfahrung auch in Deutschland nutzen zu k├Ânnen," sagte Frau Strobl. "Leider wird Kultur heute verst├Ąrkt von der Konsumseite betrachtet, Kultur wird nur konsumiert. Dieser Auffassung folgt insbesondere die junge Generation. Unsere Aufgabe wird es sein, die Ideen der Kultur, die Ideen einer aktiven Verbreitung der Kultur mithilfe von sch├Ânen Projekten aufzuzeigen, so wie heute im Russischen Haus."

 

 

Vor dem Rundgang durch die Ausstellung wurde die Flagge des Roerich-Paktes, das Banner des Friedens, an den Fonds "Preu├čisches Kulturerbe", vertreten durch seinen Vizepr├Ąsidenten Prof. G├╝nther Schautter. Bei ├ťbergabe des Banners an den Ehrengast sagte Herr Losyukov: "M├Âge das Banner auch das Preu├čische Kulturerbe sch├╝tzen".
├ťbergabe des Banner des Friedens and den Fonds "Preu├čisches Kulturerbe"

 

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